• Unternehmensbewertung

    Der Begriff Unternehmensbewertung / Unternehmenswert zählt zu unserem täglichen Sprachgebrauch, jedoch können nur die wenigsten eine sinnvolle Antwort auf die Frage nach dem wirklichen Sinn bzw. nach dem Verständnis welches sich dahinter verbirgt, geben.

    In der Unternehmensbewertung geht es um wesentlich mehr als lediglich um die Bepreisung / Wertermittlung eines Unternehmens.

    Was ist die Unternehmensbewertung wirklich? Welchen Sinn verfolgt sie? Spiegelt der Unternehmenswert gleichzeitig den Unternehmenspreis wider? Kann man die Unternehmenswertermittlung beeinflussen? Warum sollte man dies wollen bzw. wie kann man das angehen? Dies alles wären grundlegende Fragen, welche anhand dieser Homepage einfach erklärt werden sollen. Dem Leser sollte somit ein erster Einblick in die umfangreiche Materie der Unternehmensbewertung gewährt werden.


  • Geschichtliche Entwicklung der Unternehmensbewertung

    Die historische Entwicklung der deutschsprachigen Unternehmensbewertungslehre kann man in drei Phasen, in welchen unterschiedliche Ansätze bzw. Stilrichtungen verfolgt wurden, unterteilen.

    Die früheste Phase begann im Jahr 1917/1918 als Eugen Schmalenbach die ersten Publikationen zur Unternehmensbewertungslehre veröffentlichte. In dieser Phase war der dominierende Ansatz die Stilrichtung der objektiven Unternehmensbewertung. Das verwendete Bewertungsinstrument war hierfür die Substanzwertmethode. Der objektive Unternehmenswert ist somit maßgeblich von der Vergangenheit und der Gegenwart abhängig. Zukünftige Entwicklungen wurden dabei außer Acht gelassen. Das Ergebnis der objektiven Unternehmensbewertung sollte ein Wert sein, welcher unabhängig vom Bewertungsanlass /-zweck, für alle Parteien Gültigkeit besitzt.

    In der zweiten Phase (1960 – 1970), der Phase der subjektiven Unternehmensbewertung, wurden der zukünftige Ertragswert in die Bewertung mit einbezogen. Bei der Bewertungsmethodik wurde das Substanzwertverfahren von der Ertragswertmethode abgelöst. Vergangenheitsdaten dienten dabei noch lediglich als mögliche Anhaltspunkte für zukünftige Entwicklungen. Ein allgemein gültiger Unternehmenswert existierte hierbei nicht mehr, da die subjektive Unternehmensbewertung maßgeblich von den individuellen und persönlichen Zielen/Vorstellungen des jeweiligen Bewertungssubjektes abhängig ist.

    Nach den Phasen der objektiven und subjektiven Werttheorie folgte schließlich die Stilrichtung der funktionalen Unternehmensbewertung, welche auch heute noch relevant ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass jede Bewertung aufgrund eines Anlasses erfolgt bzw. dadurch ein individueller Zweck verfolgt wird. Der Anlass/Zweck hat somit maßgeblich Einfluss auf das zu wählende Bewertungsinstrument und schlussendlich auf das Ergebnis. Das Ergebnis bezieht sich somit lediglich auf den Bewertungszweck und besitzt keine allgemeine Gültigkeit.




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